KATEGORIE / Impressionen

Schubertmesse Nieder-Olm

Allgemeine Zeitung Mainz 10. Mai 2017

Franz Schubert im Mittelpunkt

JUBILÄUM Mit einem Konzert begeht die Sängervereinigung Nieder-Olm ihren 175. Geburtstag

Von Manuel Wenda

NIEDER-OLM. Eine Stunde voll kontemplativer Momente: In St. Georg beging die Sängervereinigung Nieder-Olm ihr 175-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert, in dessen Mittelpunkt Franz Schuberts Messe G-Dur D 167 stand. Auch die Albiger Chorgemeinschaft und die Orchestergemeinschaft Nieder-Olm waren Teil der Darbietung.
Das eröffnende „Audite silete“ von Michael Praetorius nahm den Hörer sofort gefangen. Der Gesang stieg in St. Georg auf; wie viele Werke von Praetorius ist das Stück von mysteriösen wie kündenden Schwingungen durchzogen. Unter der Leitung von Jens Klaassen vermittelten der gemischte Chor der Sängervereinigung, die Albiger Chorgemeinschaft sowie die Projektsänger diese auf sehr eindrückliche Weise. Beschwörend wie feierlich geriet Wolfgang Amadeus Mozarts „Ave verum“, welches im Todesjahr des Komponisten entstand.
Anton Bruckners „Motette Locus iste“ führte in die Mitte des 19. Jahrhunderts, bevor mit „Heilig, Heilig“ aus der „Deutschen Messe“ die erste Schöpfung Franz Schuberts erklang. Seine Messe No.2 G-Dur schrieb der 18-jährige Franz Schubert in nur sechs Tagen. Immer wieder ist man ob dieser schöpferischen Kraft überwältigt.
Die Interpreten hatten sich für die Erstfassung entschieden, in St. Georg wurden sie von einem kleinen Ensemble der Orchestergemeinschaft Nieder-Olm begleitet. Im Kyrie entfaltete sich der Gesang des Chors sogleich aufs Schönste, strahlend war der Sopran Johanna Rosskopps. Die Streicher untermalten den traumwandlerischen Charakter, welcher sich in der Messe immer wieder offenbart. Schwebend, mit samtenem Klang, trugen sie die Darbietung der Sänger. Zwischen innerer Ruhe und Entrückung entwickelte sich das Credo mit sich steigernder Eindringlichkeit – mit reiner Intonation deutete der Chor unter Jens Klaassen ein Spannungsfeld zwischen Dramatik und Zartheit.
Im Benedictus vereinigten sich die Stimmen der Solisten Johanna Rosskopp (Sopran), Jan-Geert Wolff (Tenor) und Aaron Winkelhofer (Bass) wogend mit jenen des Chors, eine Atmosphäre des Wohlklangs war zu spüren; erneut sorgte das begleitende Ensemble für grazile Nuancen.
Von Innerlichkeit war das „Agnus Dei“, hier strömt die Musik dem Licht entgegen. Das Publikum bedachte die Interpreten in St. Georg mit lang anhaltendem Beifall.

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